ARTIST IN NATURE – Residenz im mobilen Atelier

Artist in Nature ist ein neues Residenzprogramm für ortsbezogenes, kreatives Arbeiten in wechselnden Stadtquartieren in Flensburg, das vom Kulturellen Reallabor Bunnies Ranch e.V. initiiert wurde. Eingeladene überregionale und internationale Gastkünstler:innen sind für einige Tage bis zu zwei Wochen in einem Quartier Flensburgs zu Gast und gestalten zusammen mit ortsansässigen Kunstschaffenden zeitlich befristet einen offenen Ort der Begegnung. 
Mit diesem Konzept greift der Verein seine nachhaltige naturverbundene kulturelle Bildungsarbeit wieder auf und verbindet die Vereinsthemen erneut mit naturnahen Bezügen und Kultur unter freiem Himmel. Die Projektarbeit wurde 2022-24 vom Strukturförderprogramm des Landes Schleswig-Holstein gefördert. bunniesranch.de

Artist in Nature 1 _ die brachiale – Labor für Dialog im Zwischenraum

Artist in Nature 2 _ Émilie Schmidt – Labor für Klang und Raum

Artist in Nature 3 _ Jan-Christian Petersen

Artist in Nature 4 _ Frauke Materlik

Artist in Nature 5 _ Claudia Janke

Artist in Nature #6 _ Anja Ibsch

Vom 29. Oktober bis 1. November 2026 begrüßen wir Anja Ibsch aus Berlin als sechste Gastkünstlerin der Artist in Nature – Residenz im mobilen Atelier.

Die Residenz findet in Kooperation mit der BRÜCKE Flensburg in der Waitzstraße 3 statt. Die Brücke Flensburg unterstützt psychisch erkrankte Menschen dabei, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen und bestmöglich am Leben in der Gesellschaft teilzuhaben. Tages- und Begegnungsstätte bieten vorrangig einen Ort der Begegnung, des Austausches und des Miteinander. Mit der Spielzeugbörse sowie Kulturangeboten, die sich an alle interessierten Menschen richten, wird eine „Brücke“ zur Begegnung zwischen kranken und gesunden Menschen geschaffen.

Die 6. Artist in Nature-Residenz ist Teil des „Nordischen Performance Art Festival Flensburg“. Anja Ibsch ist an den Performance-Veranstaltungen des Festivals am 30. + 31.10.26 beteiligt. 

Am Sonntag, 1. November, ab 12.00 Uhr beginnt ein performativer Spaziergang am blauen kaninchen/Südermarkt und endet am Standort des mobilen Ateliers im Garten der Brücke Flensburg in der Waitzstraße, wo Gelegenheit zum Austausch mit der Künstlerin besteht

Anja Ibsch sagt über ihre Arbeitsweise:

„Im Mittelpunkt der menschlichen Erfahrung steht der Körper, wandelbar, zerbrechlich und voller Erzählungen. Unsere Körper sind Gefäße des Gedächtnisses, geformt durch Fürsorge und Vernachlässigung. In meiner Arbeit erforsche ich, wie verkörperte Geschichten mit den kulturellen Landschaften, in denen wir leben, in Beziehung treten. Kunst bedeutet für mich, Verbindungen zu schaffen, substantielle Dialoge anzuregen und Verletzlichkeit zuzulassen – sei es durch den Körper oder durch die Geschichten, die wir erzählen. Meine künstlerische Praxis basiert auf dem Verständnis, dass Transformation nicht durch den Widerstand gegen Gegebenheiten entsteht, sondern durch das bewusste Arbeiten mit ihnen.“

Anja Ibsch (Berlin) ist seit 1993 als Künstlerin und Kuratorin in den Bereichen Performance Kunst und Installation tätig. Sie schafft intensive Werke, die persönliche, kulturelle und soziale Aspekte der menschlichen Präsenz erforschen, während sie gleichzeitig die Belastbarkeit ihres Körpers testet. Im Ausloten ihrer Grenzen schafft sie Bilder, die konzeptuelle Überlegungen mit den Aspekten Ausdauer, Schmerz oder körperliche Kraft verbinden. Diese Bilder verändern sowohl die Sichtweise des Publikums auf die physische Identität der Performerin, als auch die Wahrnehmung der Akteurin auf sich selbst und auf die Welt um sie herum. Sie entwickelt ihre Arbeiten stets im Dialog mit den jeweiligen Gegebenheiten, als Reaktion auf die konkreten Gegebenheiten.